Abstract
Zusammenfassung Fichtes Thematisierung des Leibes findet sich an verschiedenen Stellen seines gesamten Werks. Im Unterschied zum psychophysischen Seelenbewusstsein bei Ernst Platner entwickelt Fichte in seinen frühen Vorlesungen zur Logik und Metaphysik eine meta-philosophische Theorie über den Zusammenhang von Ich und Leib. Hierbei ist der Leib nicht allein als organischer Körper zu verstehen, sondern er verweist über diesen hinaus. Was Fichte damit zeigen will, so argumentiere ich, ist mehrdimensional und umfasst in summa drei Hauptaspekte, nämlich bezeichnet es 1. die Schnittstelle von empirischem und transzendentalem Ich, sowie 2. die Momente der grundlegenden Struktur der Selbstkonstruktion bzw. der selbstreferentiellen Aktivitäten des Ich, und 3. den systematischen Aspekt dieser Methode, die zudem die Achse des Fichteschen Vernunftprinzips ist.