Abstract
Ausgehend von praxistheoretischen und technikphilosophischen Überlegungen fragt der Beitrag nach der Spezifik der digitalen Transformation. Er unterscheidet dazu solche Theorien, die die Neuheit der Digitalisierung tendenziell herunterspielen von Theorien, die sie als Vollendung von einer Entwicklung, die spätestens seit dem Barock einsetzt, sehen und zeigt, dass es sich bei dieser Alternative um eine falsche Alternative handelt. Die Grundthese des Beitrags lautet, dass das Spezifikum der Digitalisierung darin zu sehen ist, dass im Kontext der Verbreitung von Informations- und Kommunikationstechnologien eine andere Logik hinter der Logik unserer Praxis zu entdecken ist, die aus der Perspektive der Teilhabe an der Praxis nicht länger entzifferbar ist. Er schließt mit einem Ausblick auf Konsequenzen im Kontext von Fragen einer kritischen Theorie der Digitalisierung.