3. Challenge potter_james
Title: Federn
Author: potter_james
Fandom: YYH
Pairing: Kurama/Karasu
Rating: mhh.. NC-17 ...eher net.. aber halt etwas Gewalt drin
Theme: #5 Die Distanz zwischen Realität und Traum
Schweißgebadet wachte Kurama auf, wie jede Nacht in der sich vornahm fest und tief bis in die späten Morgenstunden zu schlafen. Egal wie sehr er sich darum bemühte Ruhe zu finden, „ER“ war immer da, verfolgte und quälte ihn in seinen Träumen.
Panisch blickte er sich um. Nichts. Wie immer. Aber es musste etwas da sein. Hatte er nicht gerade eben einen Flügelschlag gehört, ein Krächzen. Das war er, mit Sicherheit. Würde ihn holen, ihn dafür bestrafen dass er ihn besiegt hatte.
Der rothaarige junge Mann stand auf und griff nach seiner Peitsche die er immer griffbereit neben sich liegen hatte.
Da, da war es wieder. Ein Scharren. Angstschweiß bildete sich auf seiner Stirn. Wann hatte das alles begonnen? Vor einem Tag? Einer Woch..oder ein Jahr?
Kurama konnte sich die Angst die er verspürte selbst nicht erklären. Damals im Tournament hatte er doch auch keine Angst gehabt. Er hatte ihn besiegt, überlebt, aber was war der Preis dafür gewesen. Die kurze Verbindung die Karasu und er gehabt hatten, bevor der Krähendämon starb, hatte ihn ihm etwas zurück gelassen.
Etwas das ihn immer wieder heimsuchte.
DA! Der Schatten, „jetzt mach ich dich fertig Karasu!“
Mit einem Sprung war er in den Gang gehechtet und landete auf einem Bündel Federn.
„Faith.. du dumme Amsel!“
brummelte Kurama mehr zu sich selbst als zu dem Raben der wutentbrannt begann auf Kuramas Kopf einzupicken. „ Hau ab!“ Zischte der rothaarige und versuchte mit ein paar Armwedlern das Tier zum Abflug zu bewegen.
Missmutig stand er im Flur. Er bildete sich das nicht ein. Oder vielleicht doch? Er musste diese Gedanken loswerden. Behutsam öffnete er die Tür zum Kinderzimmer. Alles ruhig. Nur das leise Atmen des kleinen Bündels war zu hören.
Kurama trat ein. Die Waffe fest in der Hand. Er würde nicht zulassen… was dachte er da. ER war NICHT da!!
Da schon wieder ein Rascheln. Blitzartig drehte er sich um. In der Tür saß Faith.
„Verschwinde los!“
Er mochte Ravens Raben kein Stück. Selbstherrliches dummes Vieh, das war der passende Ausdruck, seines Erachtens, für den Raben und es würde ihn nicht wundern wer Faith urplötzlich „nimmamehr“ von sich geben würde.
Nach einer weiteren Runde kehrte Kurama in sein Zimmer zurück. „Alles Einbildung Junge. ER IST TOT!“
Unsicher legte er sich auf sein Nachtlager und versuchte den dunklen Gedanken Herr zu werden. Nach endlosem Wälzen schlief er endlich ein.
// Da ist es wieder, das kratzen! Nein, nicht schon wieder, bitte! \\
Kurama öffnete erneut die Augen.
//Na Fuchs, gut geschlafen? Von Alpträumen heimgesucht? \\
Er wusste genau wem diese Stimme gehörte und das kratzen das in seinem Ohren vibrierte kam immer näher und wurde mit jedem Ton bedrohlicher.
Er lag wie gelähmt da, konnte sich nicht rühren.
„Das ist alles nur ein Traum. Ich träume das. Kurama wach auf verdammt.“ Kreischte der Fuchsdämon angsterfüllt.
Zum ersten Mal wünschte sich Kurama das Raven da wäre. Das war alles nicht real, nicht dieses Stimme, nicht die Angst..
Das Kratzen war nun genau unter ihm. Das musste alles ein schlechter Trip sein. Genau das war es, die Kekse waren nicht gut gewesen, gleich würde er aufwachen, sich übergeben und feststellen, das die Kekse verdorben waren.
Und da sah er den Schopf eines Mannes vor sich auftauchen. Schwarzes glattes langes Haar, dass sich wie ein eigenständiges Wesen um dessen Besitzers Schopf wand. Kalte weiße Hände griffen nach ihm und berührten seine Wange.
Panisch und voller Angst schrie Kurama sich die Seele aus dem Leib. Er hätte nie gedacht, dass er so die Beherrschung verlieren würde.
„Fass mich nicht an! Verschwinde..!!“
Doch seine Horrorvision schenkte im nur ein glitzern in den toten Augen.
//Angst, Kurama? Ganz alleine, wie? Keiner hilft dir. Du musst allein mit mir fertig werden. Keine Magie die dich in dein alter Ego verwandelt. Kein Zauber der dich beschützt. Nur du und ich. Wie gefällt dir das Füchschen?\\
Kuramas Kopf schmerzte so sehr, dass er glaubte sein Schädel würde bärsten. Die Stimme Karasu bohrte sich immer tiefer in seine Seele und mit jedem Wort mehr schwoll der Schmerz in ihm an und benebelte ihm die Sinne.
//Es ist ein Jammer, nicht wahr. Wir hätten Freunde werden können. Dumm nur das du diesem Kind von Mensch helfen musstest und dich so gegen mich und unseren Plan gestellt hattest. Und wo ist er jetzt? Tot, nehme ich an. Alle sind tot, nicht wahr?\\
Während Karasu, Kurama seine Worte aufzwang bewegte er sich wie ein schatten auf das Bett des Fuchsdämons. Schlangenhaft fuhren die weißen Hände das Gesicht des geistig gefesselten nach. Fühlten jede Unebenheit, jede Narbe auf dem Gesicht des Mannes unter ihnen.
Die Stimme Karasu war schrill und einlullend zugleich.
//Du bist schön, weißt du das? Natürlich weißt du das, nicht wahr? Du kannst jeden haben den du willst, ist doch so? Du bekommst alles was du willst.. nun ja.. alles außer Ruhe.\\
Ein schallendes Lachen erfüllten Kuramas Ohren und der Schmerz wurde noch stärker.
„Halt endlich dein Maul. Du bist nicht real.. verschwinde.. !“ Schaffte es endlich Kurama über seine Lippen zu pressen. Erntete dafür jedoch nur noch mehr schallendes Gelächter das sein Trommelfell beinahe zum platzen brachte.
Langsam zog die leblose Hand Karasu, die Decke von Kuramas Hüften. Quälend langsam und die toten Augen schienen für einen Moment lebendig zu werden.
//Weiche Haut.. so schön..!\\
Mit diesen Worten fuhr Karasu langsam über den Bauch des rothaarigen und hinterließ mit seinen Krallenähnlichen Nägeln eine Spur von rotem Blut.
Langsam hob der Krähendämon seinen Kopf, nahm sich die Maske ab und entblößte einen Narben gezierten Mund der breit und lustvoll grinste.
// Das hast du aus mir gemacht Fuchs. Du hast mich entstellt.. Gefällt dir so was? \\
Ein leises Krächzen entfloh den Lippen des Dämons und hungrig leckte er sich die zerrissenen Lippen.
„Du bist widerwärtig..“ keuchte Kurama, der unter dem Gewicht des Peinigers kaum noch atmen konnte.
// So wie du.. Kurama.. beziehungweiße.. ich lasse dir das selbe Schicksal zu teil werden, wie du es mir gegeben hast.\\
Langsam öffnete er den Mund und entblöste eine Reihen scharfer gelber Zähne.
// Ich hoffe du stehst auf Narben!\\
Mit diesen Worten stütze sich Karasu auf das Gesicht des Fuchses und biss hinein. Von Todesangst gepackt schloss Kurama die Augen und schrie auf, spürte die Zähne wie sie sich in das Fleisch bohrten, roch den faulen Atem von Karasu . Jetzt war alles vorbei.
Die Sonne lachte und es war warm. War er tot? Nein er spürte immer noch das Monster an seinem Gesicht. Wahrscheinlich hatte das Gehirn die letzten Endorphine ausgeschüttet und ihn nach Walhalla gebracht.
Aber der faule Atem war noch zu riechen und sah sich seinen „Tod“ nochmals an. 2 Augen,1 Nase ein Mund der nicht vernarbt war.. sondern freudig lächelte.
„FRÜÜHHHSTÜCKKKK!!“ rief sein kleines Bündel ihm zu und verschwand in der Tür Richtung Küche.
„Alles nur ein Traum.“ Erleichterte streckte Kurama sich und stand auf um dem kleinen Werwolf zu folgen. Beim Spiegel blieb er stehen. Auf seinem Bauch war ein tiefer Kratzer und getrocknetes Blut. Das war alles nur ein Traum, alles..
Er drehte sich nochmals zum Bett und was er da sah verschlug ihm den Atem.
“….Federn.“
