Titel
Weber
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1) August, Architekt in Wien, Schüler von van der Nüll und Siccardsburg, erhielt bei der Konkurrenz für die Erbauung eines Künstlerhauses in Wien den ersten Preis und führte dasselbe im italienischen Renaissancestil aus. Von ihm sind ferner die Anlagen der dortigen Gartenbaugesellschaft mit dem in demselben Stil errichteten Ausstellungsgebäude.
2) Friedrich, Kupferstecher, geboren im August 1813 zu Liestal bei Basel, war von 1835 an Schüler von Amsler in München und lebte dann mehrere Jahre in Paris, wo er sich in Forsters Atelier und durch eignes Studium weiter bildete und zunächst mehrere Porträte, dann aber auch nach ältern und neuern Meistern historische und andre Bilder stach, in denen man die Modellierung, den Ausdruck und die Behandlung der Gewandstoffe rühmt. Seine Hauptblätter sind: die Vierge au diadème, nach Raffael (im Louvre);
die Madonna di Lugano, nach Luini;
Lais Corinthiaca, nach Holbein (im Baseler Museum);
Bonifacius Amerbach, nach demselben;
himmlische und irdische Liebe, nach Tizian (Gallerie Borghese);
Napoleon in seinem Kabinett mit seinem Sohn, nach Steuben;
Italienerin am Brunnen, nach de Keyser;
Gitanos, nach Artaria;
Hermann und Dorothea, nach Kaulbach;
Berner Mädchen, nach Winterhalter;
la bella Visconti, nach Raffael;
der Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen und dessen Gemahlin, nach Winterhalter;
Holbeins, Giulio Romanos und Raffaels Selbstporträte. 1874 wurde er korrespondierendes Mitglied des französischen Instituts und 1878 Ritter der Ehrenlegion.
3) Paul, Landschaftsmaler, geb. 1823 zu Darmstadt, anfangs Schüler des dortigen Landschaftsmalers Lucas, besuchte 1832 das Städelsche Institut in Frankfurt, ging von da nach München, machte 1846 durch Vermittelung des Prinzen Luitpold von Bayern eine Reise in den Orient, hielt sich dann eine Zeitlang in Antwerpen auf, reiste und lebte fast zehn Jahre in Amerika (Philadelphia), kehrte 1858 nach Europa zurück, besuchte die Schweiz, Frankreich und Großbritannien und nahm zuletzt seinen Wohnsitz in München. Seine namentlich seit 1858 bekannt gewordenen Bilder sind von ungemein großartiger Auffassung, poetischer Stimmung und gewandter Technik, z. B.: eine Scene in den Catskillbergen, der Morgen, Sturm am Chiemsee, Buchenwald mit Gehöft, Hügellandschaft und heimkehrende Herde (1880). Für den Unterricht im Zeichnen gab er «Landschaftsstudien in drei Stufen» heraus.
Webster - Wegelin
* 2 Seite 39.555.4) Theodor Alexander, Marine- und Landschaftsmaler, geb. 1838 zu Leipzig, trat mit 16 Jahren in das Atelier von Krause in Berlin, begab sich schon 1856 nach Paris und errang dort 1861 mit ¶
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einem Seesturm einen bedeutenden Erfolg. Seine Landschaften und Marinen sind von großer Gewandtheit und meisterhafter Behandlung, namentlich der bewegten Wellen, und von glänzendem Kolorit, z. B.: Mont Orgueil auf Jersey, Marine aus der Normandie, Spreewald, Strand bei Etretat, Saßnitz auf Rügen, Motiv aus der Normandie, Straße in Montigny bei Fontainebleau, Heimkehr im Winter, Motiv bei Frémonville, Schiffbruch an der Küste von Dieppe, Schiffbruch im Seesturm, Ufer der Seine bei Paris, Sonnenaufgang an der Küste der Bretagne, Flußufer, Felsen von Léidé, Winterabend, Nach dem Sturm, Bai von Douarnenez in der Bretagne, Hafen von Fécamp, Ebbe in Ostende und andre nur «Marine» betitelte. Seit einigen Jahren lebt er in Brüssel.