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Onze et demi - Opal

Bild 62.598: Onze et demi - Opal
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3 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Opal(vom sanskrit. upala, Stein), Mineral aus der Ordnung der Anhydrite, findet sich nur amorph, / 671
Opal _2(Schillerstein), eine Gruppe von Schmucksteinen aus dem Kieselgeschlecht, verschieden in Färbung / 827
Opal _3ein amorphes, der Krystallisation unfähiges Mineral, das sich immer nur derb oder eingesprengt / 682

Seite 62.598

Opal

2'180 Wörter, 15'584 Zeichen

Mineralogie und Geologie — Physiographie — Metalloïdoxyde



Opāl,

ein amorphes, der Krystallisation unfähiges Mineral, das sich immer nur derb oder eingesprengt findet. Der Opal hat meist vollkommen muscheligen Bruch, einen ziemlich beträchtlichen Glanz, zum Teil einen hohen Grad von Durchsichtigkeit und zeigt häufig ein lebhaft schillerndes Farbenspiel (Opalisieren). Er ist vor dem Lötrohr [* 3] für sich unschmelzbar, erleidet aber einen bedeutenden Gewichtsverlust und zerspringt in Splitter. Chemisch besteht er aus wasserhaltiger Kieselsäure, wozu bei einigen Varietäten oft wenig Eisenoxyd und Thonerde kommen; der nicht konstante Wassergehalt beträgt zwischen 3 und 13 Proz. Es werden verschiedene Varietäten unterschieden.



Opalblau - Oper

Bild 62.599: Opalblau - Oper
* 4 Seite 62.599.

1) Der Perlmutteropal oder ¶

mehr

Ka.scholong (Cacholong) ist perlmutterglänzend, undurchsichtig bis durchscheinend, milchweiß mit einem Stich ins Graue, Gelbliche und Rötliche, im Bruche flachmuschelig und der weiße mit Dendriten [* 5] versehen. Er findet sich auf Island, [* 6] den Färöer, in Kärnten, der bucharischen Kalmückei. Dieser Opal nimmt eine schöne Politur an und heißt bei den Juwelieren Kalmückenachat.

2) Der Feueropal ist hyacinthrot mit einem Stich ins Gelbe, an lichten Stellen irisierend, auch karminrot und apfelgrün, stark glasglänzend und durchsichtig. Er findet sich zu Zimapan in Mexiko [* 7] und auf den Färöer und ist als Schmuckstein geschätzt.

Länder der Ungarischen

Bild 15.998a: Länder der Ungarischen Krone
* 8 Ungarn.

3) Der edle Opal ist wasserhell, milchweiß mit einem Stich ins Wein- und Schwefelgelbe, seltener ins Blaue, Rote oder Grüne, mit lebhaftem, wandelbarem Farbenspiel, stark glänzend, mit Glas- bis Wachsglanz, mehr oder minder halbdurchsichtig und findet sich hauptsächlich und am schönsten als Adern und Schnüre in den Trachyttuffen bei Czerwenitza unfern Eperies in Ungarn, [* 8] neuerdings auch in Victoria [* 9] (Australien). [* 10] Man trägt ihn als Ringstein, Kopf- und Halsschmuck [* 11] und verwendet ihn auch zu Verzierungen. Am gesuchtesten sind die rotspielenden Stücke. Bei den Alten stand er in hohem Werte; so wurde der haselnußgroße Opal des Nonius [* 12] auf 2.400.000 M. geschätzt.

4) Der Glasopal (s. d.).

5) Der häufige gemeine Opal ist milchweiß mit einem Stich ins Rötliche, Gelbliche und Grünliche, auch gelb und grün in verschiedenen Nuancen, zuweilen baumartig gezeichnet (Moosopal), glas- bis wachsglänzend, halbdurchsichtig und durchscheinend. Einige Abänderungen des gemeinen Opal, wie der apfelgrüne schlesische u. a., werden geschliffen und zu Ringsteinen und Petschaften benutzt. Der gelbe gemeine Opal hieß früher Wachsopal und Pechopal.

Wien

Bild 16.600a: Wien
* 14 Wien.

6) Der Holzopal ist eine Opalmasse, die als Versteinerungsmaterial von namentlich der Tertiärformation [* 13] angehörigen Hölzern auftritt und oft noch sehr vorzüglich das Gefüge des Holzes bewahrt hat; er ist weiß, übergehend ins Gelbe, Graue, Braune, seltener dunkel, zuweilen gestreift und geflammt und findet sich in Holzgestalt, als Ast-, Stamm- und Wurzelstücke, und zwar von ziemlich bedeutender Größe im Siebengebirge am Rhein, in Siebenbürgen und Ungarn. Man schneidet ihn in Platten und verarbeitet ihn zu Dosenstücken, besonders in Wien. [* 14]

7) Der Hydrophan (s. d.).

8) Der Halbopal ist durchscheinend, manchmal nur an den Kanten, weiß mit einem Stich ins Gelbe, Grüne, Rote, Braune und Graue, zuweilen auch gefleckt und gestreift. Er ist die gemeinste Abart und findet sich an vielen Orten, z. B. zu Steinheim bei Hanau, [* 15] in Mähren, [* 16] Schlesien, [* 17] Württemberg, [* 18] Ungarn u. s. w.

9) Der Jaspopal oder Eisenopal steht dem Halbopal sehr nahe, ist aber stark fettglänzend und schwerer, undurchsichtig oder an den Kanten sehr schwach durchscheinend, durch Eisengehalt gelb, rot oder braun. Ferner gehört der an heißen Quellen, z. B. auf Island, Neuseeland, Kamtschatka zum Absatz gelangende Kieselsinter (s. d.) auch zu den Opal. Sämtliche Opal sind, worauf auch die Art ihres Vorkommens hindeutet, als eine allmählich erstarrte Kieselgallerte zu betrachten, die durch die auf natürlichem Wege erfolgende Zersetzung von Silikaten geliefert wurde.

Der Wert des Opal ist sehr gesunken, jedoch haben sehr große und tadellose Steine noch immer einen außerordentlichen Wert, da der Opal gewöhnlich viele Risse hat. Das Karat kostet 15‒50 M. Die Schlifform des Opal ist stets mugelig und gewöhnlich oval. Ungarischer Opal wird im Handel sehr häufig orientalischer Opal genannt.

Paris

Bild 12.719a: Paris
* 19 Paris.

Künstlicher Opal kann nach einfachen Methoden erzeugt werden. Schon 1847 erhielt Ebelmen in Paris [* 19] Opalmassen im Durchmesser von 5 bis 6 cm aus dem von ihm entdeckten Kieseläther. Verflüchtigt sich derselbe an feuchter Luft, so bleibt eine gallertartige Masse zurück, welche langsam zu opakem, farbenspielendem Opal erhärtet. Eine ähnliche, zu durchscheinendem, Farbenwandlung zeigendem Opal erstarrende Gallerte erhielt 1856 Maschka, als er durch eine Lösung von Wasserglas Kohlensäure, welche ersteres zersetzt, hindurchleitete. Beide Methoden sind einfach und zu Fabrikbetrieb geeignet.

Ende Opal (0)
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Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 12. Band, Seite 596 [Suche = 62.598] im Internet seit 2005; Text geprüft am 18.2.2012; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//opal/62_0598

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Siehe auch:

  • 12.395 Opal
  • 12.396 Opalenica
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  • 12.396 Opalisieren
  • 21.388 Opal
  • 62.599 Opalblau
  • 62.599 Opalenitza
  • 62.599 Opalglas
  • 62.599 Opalisieren
  • 62.599 Opalmutter

* 19 Bilder dazu:

  • 10Australien
  • 5Dendriten
  • 11Halsschmuck
  • 15Hanau
  • 6Island
  • 3Lötrohr
  • 7Mexiko
  • 16Mähren
  • 12Nonius
  • 19Paris
  • 17Schlesien
  • 13Tertiärformation
  • 8Ungarn
  • 9Victoria
  • 14Wien
  • 18Württemberg
  • 2_Seite 62.598
  • 4_Seite 62.599
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