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Creuse (La) - Creux du

Bild 41.581: Creuse (La) - Creux du Van (Le)
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Creuse (La) - Creux du Van (Le)


Fortsetzung: CREUGENAT, (Kt. Bern, Amtsbez. Pruntrut). Periodischer Flusslauf; 4,5 km lang. Entspringt in engem, auf
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grossartige Schauspiel einige Tage angedauert hat, verschwindet beim Eintritt von schönem Wetter der ganze brausende Strom mit einem Schlage, und es verbleiben von dem ergreifenden Phänomen nur noch die Grasniederungen, die rätselhaften Brücken und Stauwerke und eine im Grunde der Dolinen liegende, kaum sichtbare Schicht von langsam nach O. abfliessendem Wasser. Es ist erklärlich, dass dieser mysteriöse Trichter mit seinem unheimlichen Murren, mit den plötzlich aus unbekannten Tiefen aus ihm aufsteigenden und ebenso rasch wieder verschwindenden Wassermassen vom Volke als eine übernatürliche Erscheinung angesehen und als das Werk von Zauberern (genas) angesprochen wird.

Daher der Name Creux genas oder Creux ès genas, Creugenat = Zauber- oder Hexenkessel. Der Creugenat ist eine der schönsten natürlichen Sehenswürdigkeiten im schweizerischen Jura. Oft wird von Leuten, denen die Höhenverhältnisse des Landes nicht genügend bekannt sind, behauptet, die Doline des Creugenat werde von den Wassern des Doubs gespiesen. Diese irrige Annahme wird durch folgende Zahlen aufs Klarste widerlegt: Doline Creugenat an der oberflächlichen Ausmündung: 451 m;

Doubs in Saint Ursanne 439, in Bellefontaine 432, in Ocourt 428 m.

Creuse

(La) oder la Creusaz (Kt. Wallis, Bez. Saint Maurice, Gem. Salvan).

1765 m. Alpweide mit Gruppe von 17 Hütten, am O.-Hang des Luisin, an der linken Thalseite des Trient und 2¼ Stunden w. Salvan.

Dank ihrer bewundernswert schönen Lage wird diese Terrasse von den zahlreichen in Salvan und Les Marécottes weilenden Kurgästen mit Vorliebe besucht.

Viele übernachten in dem hier stehenden Wirtshaus, um dem Sonnenaufgang beizuwohnen oder dem unmittelbar über der Alpweide aufsteigenden Felsturm des Luisin einen Besuch abzustatten.

Glänzende Aussicht auf Mont Blanc, Aiguille Verte, Grand Combin, Mont Pleureur, Weisshorn und Dent Blanche.

Metamorphisches Paläozoikum.

Creusen

(Kt. Graubünden, Bez. Albula, Kreis Alvaschein, Gem. Obervaz).

1550 m. Alpweide mit Gruppe von 18 Hütten, am S.-Hang des Piz Scalottas, über den Schluchten des Schyn und 2,5 km w. Obervaz.

Creuson

(Kt. Genf und Waadt). Kleiner Bach, linksseitiger Zufluss zur Versoix; entspringt auf Waadtländer Boden 900 m sö. Chavannes des Bois in 452 m, fliesst nach S. und mündet nach 3,2 km langem Lauf (wovon 2,5 km im Kanton Genf) bei La Bâtie in 413 m. Nimmt 900 m oberhalb seiner Mündung von rechts den Marcagnon auf.

Creux

(Le) (Kt. Freiburg, Bez. und Gem. Greierz).

785 m. Gruppe von 4 Häusern, am linken Ufer der Albeuve;

1,2 km w. Greierz und 4,5 km s. der Station Bulle der Linie Romont-Bulle. 37 kathol. Ew. Viehzucht und Milchwirtschaft.

Creux

(Le) (Kt. Waadt, Bez. Aigle, Gem. Ormont Dessus).

Zwei Gruppen von Hütten: die eine hinter dem grossen Hôtel des Diablerets (1170 m), die andere (5 Hütten) in 1599 m gelegen;

diese wird nur im Sommer bezogen, liegt 1 Stunde nö. über Vers l'Eglise und lehnt sich an einen Bannwald an, der sie vor den im Winter von den umgebenden Hängen ziemlich häufig niedergehenden Lawinen schützt.

Creux

(Le) (Kt. Waadt, Bez. Orbe, Gem. Ballaigues).

810 m. Gruppe von 7 Häusern, am rechten Ufer der Jougnenaz und an der Strasse Orbe-Pontarlier;

2 km w. Ballaigues und 2,3 km nö. der Station Vallorbe der Linie Lausanne-Pontarlier.

Postwagen Vallorbe-Ballaigues-Orbe. 44 kathol. und reform. Ew. Kirchgemeinden Vallorbe und Ballaigues.

Fabrik von landwirtschaftlichen Geräten (Sicheln, Ketten, Eisenwaaren, Scheffeln und Sieben, Nägeln etc.).

Creux

d'Enfer (Le) (Kt. Waadt, Bez. Aigle).

2660 m. Einschartung in der S.-Wand der Diablerets, zwischen Tête d'Enfer und Signal de Culand.

Auf dem Kamm über der Scharte interessante Fundstelle von Fossilien des Neocom.

Creux

d'Enfer (Le) (Kt. Waadt, Bez. Aigle, Gem. Ollon).

Grosser Einsturztrichter im Gipsboden (Trias), 700 m n. Panex;

im N. von einer triasischen Kalkwand begrenzt.

Rasenbewachsen.

Creux

de Champ (Le) (Kt. Waadt, Bez. Aigle). Grossartiger Felsenzirkus am Fuss der Diablerets, zu hinterst im Thal von Ormonts; oft mit dem berühmten Zirkus von Gavarnie in den Pyrenäen verglichen. Den Namen Creux de Champ führte ursprünglich nur die die Sohle des Zirkus umfassende und zwischen den zwei grössten Quellarmen der Grande Eau gelegene Alpweide (1370 m; campus), von der er auf den über dem linken Ufer der Grande Eau stockenden Wald (1300-1700 m), auf die am Eingang zum Zirkus stehenden drei nur im Juni und Juli bewohnten Hütten (1303 m) und endlich auf den ganzen Felsenzirkus selbst übertragen worden ist.

Von den hohen Felswänden der Rochers de Champ und von den ihnen benachbarten Steilhängen lösen sich oft mächtige Lawinen ab, die hie und da beträchtlichen Schaden verursachen und z. B. 1898 neben andern Verwüstungen den Wald auf grosse Strecken völlig zu Boden legten.

Von links nach rechts gezählt rahmen den Creux de Champ ein die Felswände des Lécherez (1933 m), der Marchande (2124 und 2355 m), des eigentlichen Diableret (3036 m), des Dôme des Diablerets (3246 m), der Tête Ronde (3043 m) und des Culand (2798 m).

Creux

de Dzéman (Le) (Kt. Wallis, Bez. Saint Maurice).

2063 m. Kreisförmige Alpweide, Teil der Alp des Haut d'Arbignon, vom SO.-Grat der Dents de Morcles und von der Pointe du Bézery umrahmt;

1 Stunde sö. über den Hütten von L'Haut d'Arbignon.

Kohlenführende Schichten mit zahlreichen Bänken von metamorphischer Nagelfluh des Karbon;

höher oben stehen Trias (Dolomit und Rauchwacke), Rät und Lias an.

SW. davon, am gegenseitigen Hang des Betzatey, eine natürliche Eishöhle. Im untern Abschnitt des Creux de Dzéman in 1816 m eine neue Hütte.

Creux

de Genthod (Kt. Genf, Rechtes Ufer, Gem. Genthod).

385 m. Weiler, an einer kleinen Bucht des Genfersees, 1 km nö. der Station Genthod-Bellevue der Linie Lausanne-Genf und 7,5 km n. Genf. Haltestelle der Lokalzüge der gleichen Linie. 8 Häuser, 39 reform. Ew. Fischerei.

Landhaus, einst Eigentum von Horace Bén. de Saussure.

Creux

de Glace (Kt. Bern, Amtsbez. und Gem. Courtelary). 1348 m. Natürliche Eishöhle, 3 km nö. vom Signal de Chasseral und 2,8 km s. über Courtelary. Da die tief in den Felsen eingelassene Höhle ihrer Lage wegen den Sonnenstrahlen unzugänglich ist verwandelt sich der im Winter hier massenhaft angehäufte Schnee in eine das ganze Jahr hindurch bestehende Eisschicht.

Creux

des Biches (Le) (Kt. Bern, Amtsbez. Freibergen, Gem. Le Noirmont).

1022 m. Weiler, an der Strasse und halbwegs Le Noirmont-Les Bois, s. der Torfmoore von Les Barrières und je 3,6 km von Le Noirmont und Les Bois. Station der Schmalspurbahn Saignelégier-La Chaux de Fonds.

Postablage. 9 Häuser, 57 kathol. Ew. französischer Zunge.

Klima rauh, Boden wenig ergibig.

Grosse Waldungen von hundertjährigen Tannen und schöne Sennberge, auf denen Kühe und von Kennern sehr geschätzte Pferde gemeinsam weiden.

Etwas Weizen, Gerste und Hafer.

Viehzucht. Uhrenindustrie.

Bierbrauerei.

Creux

des Bourguignons (Kt. Waadt, Bez. Aigle, Gem. Corbeyrier).

1200 m. Teil der Alpweide von Luan, ¾ Stunden nö. über Corbeyrier.

Hier soll 1476 zwischen einer Schaar von Leuten aus Yvorne und einem Trupp von nach der Schlacht von Murten flüchtigen Spaniern (Bourguignons, Burgunder genannt) ein mörderischer Kampf stattgefunden haben.

Titel
Elemente zu CREUX DU VAN:

Flora.

[41.540] COMBES DES CREUX DU CRUAZ (Kt. Waadt

[41.581] CREUX DES BOURGUIGNONS (Kt. Waadt

[41.581] CREUX (LE) (Kt. Freiburg

[41.581] CREUX (LE) (Kt. Waadt

[41.581] CREUX D'ENFER (LE) (Kt. Waadt

[41.581] CREUX DE CHAMP (LE) (Kt. Waadt

[41.581] CREUX DE DZÉMAN (LE) (Kt. Wallis

[41.581] CREUX DE GENTHOD (Kt. Genf

[41.581] CREUX DE GLACE (Kt. Bern

[41.581] CREUX DES BICHES (LE) (Kt. Bern

[41.583] CREUX (LES) (Kt. Wallis

vergrössern: Der Creux du Van. ^[Karte: 4° 30’ O; 47° 0’ N; 1:30000]. [Karten in der Umgebung].
Der Creux du Van.

Creux



Creux du Van (Le)

Bild 41.582: Creux du Van (Le)
* 2 Seite 41.582.

du Van (Le) (Kt. Neuenburg, Bez. Boudry). 1455-981 m. Typischer und grossartiger halbkreisförmiger Felsenzirkus, einer der schönsten des Juragebirges; im normalen Gewölbe der obern Juraschichten (Kimmeridge-Argovien) der Chasseralkette eingeschnitten, w. der Montagne de Boudry und 17 km wsw. Neuenburg. Za. 1 km weit, nach O. geöffnet, sonst aber völlig geschlossen. Die Sohle des Zirkus ist bedeckt mit Bergsturz- und Moränenmaterial, das thalauswärts bis in die Schluchten der Areuse hineinreicht. Aus der hier 166 m hohen und den Grund des Zirkus um 280 m überragenden senkrechten Felswand tritt als eine Art mächtiger Bastion der sog. Falconnaire vor; an seinen Fuss schmiegt sich eine Felsnische, die sog. Roche aux Noms, die mit Inschriften aller Art, z. T. von hervorragenden Naturforschern herrührend, über und über bedeckt ist. Den Gipfel des ¶

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Falconnaire krönt eine kleine felsige Plattform, das sog. Echo, so geheissen wegen dieses hier sich auffallend deutlich bemerkbar machenden akustischen Phänomens. Der obere Rand der Felsen des Creux du Van, an den sich die Bergweiden des Soliat (höchster Punkt in 1467 m) anschliessen, bildet auf eine Länge von 600 m die Grenze zwischen den Kantonen Waadt und Neuenburg. Nach Prof. Ayer ist der Ausdruck Van eine keltische Wurzel, die «Fels» bedeutet und sich in Ortsnamen des Wallis noch häufig findet; als Diminutive davon gelten der im Jura oft vorkommende Ausdruck Vanel und das Freiburger Vanil. Die Schreibweise Creux du Vent ist demnach eine unbegründete, trotz des an schönen Tagen oder bei schwacher Bise (O.-Wind) oft durch diese Hohlform aufwärts steigenden starken Luftzuges, der leichte Gegenstände (wie Hüte, Zeitungen etc.) bis zum Rand der Felswand mit sich heraufnimmt.

vergrössern: Geologisches Querprofil vom Creux du Van über das Thal der Areuse bis zur Clusette (nach Dr. H. Schardt und A. Dubois). Gl. Glazialschutt; Aq. Aquitanien; U. Urgon; H. Hauterivien; V. Valangien; Pb. Purbeck; Po. Portland; Km. Kimmeridge; Sq. Sequan; Arg. II. Oberes Argovien; Arg. I. Unteres Argovien; Dn. Echinodermenbreccie (Dalle nacrée); Bt. II. Oberes Bathonien; Bt. I. Unteres Bathonien; Bj. Bajocien; L. Lias.
Geologisches Querprofil vom Creux du Van über das Thal der Areuse bis zur Clusette (nach Dr. H. Schardt und A. Dubois). Gl. Glazialschutt; Aq. Aquitanien; U. Urgon; H. Hauterivien; V. Valangien; Pb. Purbeck; Po. Portland; Km. Kimmeridge; Sq. Sequan; Arg. II. Oberes Argovien; Arg. I. Unteres Argovien; Dn. Echinodermenbreccie (Dalle nacrée); Bt. II. Oberes Bathonien; Bt. I. Unteres Bathonien; Bj. Bajocien; L. Lias.

Der gewöhnliche Weg in den Creux du Van geht von Noiraigue über Derrière Cheseaux und die in 981 m am Eingang zum Zirkus gelegene Ferme Robert (oder Maison du Creux du Van; Staatseigentum), die ein sehr beliebtes und stark besuchtes Ausflugsziel ist. Ein anderer Weg führt von der Ferme des Oeillons aus im Zickzack («sentier des quatorze contours») durch den Wald des Dos d'Ane bis zum Soliat hinauf (Noiraigue-Le Soliat 2 Stunden). Endlich kann man auch vom Saut de Brot (in den Gorges de l'Areuse) aus die Ferme Robert und von Bevaix und Gorgier aus über den Col du Lagua oder die Chaille und Grand' Vy den obern Rand des Zirkus erreichen.

Aus den mit Schutt überführten Argovienmergeln entspringt mitten im Zirkus eine starke Quelle, die Fontaine Froide (1148 m), deren Wasser das ganze Jahr hindurch die gleichförmige niedere Temperatur von 4,1° C. aufweist. Sie ist jetzt gefasst und versorgt das Dorf Noiraigue. Von der Fontaine Froide aus kann die über dem Zirkus gelegene Hochfläche mit den Bauernhöfen Le Soliat und La Grand' Vy entweder durch den über die sehr steilen Waldhänge s. der Quelle sich aufwärts windenden Fusspfad Le Single oder durch den Weg La Paroisse erreicht werden, der längs der Côte de la Déracinée schräg ansteigt und mit mässiger Steigung über den Pré aux Favres zur Bergweide der Grand' Vy führt.

Die dichten und wilden Wälder dieser Gegend haben dem braunen Bären noch bis in die neuere Zeit hinein ein Rückzugsgebiet geboten; das letzte Stück dieses Raubtieres wurde um 1770 vom Eigentümer der Ferme du Creux, David Robert, erlegt. Um die bemerkenswerte Flora des Creux du Van vor der Ausrottung zu bewahren, hat der Club Jurassien 1876 eine 25 ha umfassende Fläche der Schuttzone am Fuss der s. Wände des Zirkus als sein Eigentum erworben. Die gesamten übrigen Waldungen am Creux du Van sind im Besitz des Staates Neuenburg, der einen am S.-Fuss des Dos d'Ane gelegenen Teil davon der 1889 gegründeten Société du Parc du Creux du Van zur Einrichtung eines interessanten Wildparkes (Hirsche, Rehe, Gemsen) eingeräumt hat.

Flora.

Der Creux du Van ist eine der in botanischer Hinsicht am häufigsten untersuchten und am besten bekannten Gegenden des Jura. Neben einer gewissen Anzahl von seltenen Arten der Waldzone finden mehrere alpine Arten im Grunde des Zirkus die zu ihrem ¶

Fortsetzung CREUX DU VAN:
→ weiter zu Seite 41.583 || hen notwendige Feuchtigkeit und kühle Temperatur; anderen gewähren die Schutthalden und die
Quelle: Geographisches Lexikon der SCHWEIZ, 1902; Autorenkollektiv, Verlag von Gebrüder Attinger, Neuenburg, 1902-1910; 1. Band, Seite 568 [Suche = 41.581] im Internet seit 2005; Text geprüft am 29.3.2017; publiziert von Peter Hug; Abruf am 25.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//41_0581

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Bild : Geographisches Lexikon der SCHWEIZ, 1902
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