Reichsbahn (Deutsch)

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Singular Plural
Nominativ die Reichsbahn
Genitiv der Reichsbahn
Dativ der Reichsbahn
Akkusativ die Reichsbahn

Worttrennung:

Reichs·bahn, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈʁaɪ̯çsˌbaːn]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Reichsbahn (Info)

Bedeutungen:

[1] staatliche Eisenbahngesellschaft
[1a] in Gesamtdeutschland von 1924 bis 1949
[1b] im Gebiet der DDR und Westberlins beziehungsweise der neuen Bundesländer und Berlins von 1949 bis 1993

Herkunft:

Determinativkompositum aus den Substantiven Reich und Bahn sowie dem Fugenelement -s

Synonyme:

[1a] Deutsche Reichsbahn, Reichseisenbahn
[1b] Deutsche Reichsbahn

Gegenwörter:

[1b] Deutsche Bundesbahn

Oberbegriffe:

[1] Eisenbahngesellschaft

Beispiele:

[1a] Die Weltwirtschaftskrise im Jahre 1929 und die Reparationen des ersten Weltkrieges belastete die Reichsbahn erheblich.
[1a] „Ein Mann steigt heraus – nein, ein Beamter, ein Schaffner der Reichsbahn, wie er im Buche steht: ordentliche Uniform, seine Dienstmütze sehr korrekt auf dem Kopf und die Diensttasche umgehängt, saubere Stiefel.“[1]
[1a] „An diesem Tag fuhr der erste Zug der Reichsbahn in Richtung Osten zum Vernichtungslager Auschwitz.“[2]
[1b] Nach der Teilung Deutschlands hieß die Eisenbahngesellschaft in der BRD „Deutsche Bundesbahn“ und in der DDR „Deutsche Reichsbahn“.
[1b] „Tatsächlich vermied man, in der verbleibenden Zeit noch einmal auf dieses Thema zu kommen, und sprach stattdessen über den harten Winter und die Schwierigkeiten, ausreichend Braunkohle für die großen Städte zur Verfügung zu stellen, da die Reichsbahn wegen des heftigen Frostes Mühe hatte, die Weichen aufzutauen.“[3]

Wortbildungen:

Reichsbahnnetz

Übersetzungen

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[1] Wikipedia-Artikel „Reichsbahn
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Reichsbahn
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalReichsbahn
[1] The Free Dictionary „Reichsbahn

Quellen:

  1. Christian Graf von Krockow: Die Stunde der Frauen. Bericht Pommern 1944 bis 1947. Nach einer Erzählung von Libussa Fritz-Krockow. 11. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart/München 2000, ISBN 3-421-06396-6, Seite 190. Erstauflage 1988.
  2. Yves Buchheim, unter Mitarbeit von Franz Kotteder: Buchheim. Künstler, Sammler, Despot: Das Leben meines Vaters. Heyne, München 2018, ISBN 978-3-453-20197-2, Seite 97 f.
  3. Christoph Hein: Das Narrenschiff. Roman. 7. Auflage. Suhrkamp, Berlin 2025, ISBN 978-3-518-43226-6, Seite 306. 1. Auflage 2025.

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Anagramme: Rheinbachs