Milos

Insel der Kykladen westlich von Naxos, Ägäis, Griechenland
Milos
RegionSüdliche Ägäis
Einwohnerzahl
Höhe748 m
Lagekarte von Griechenland
Lagekarte von Griechenland
Milos

Milos ist eine Insel der Kykladen in Griechenland.

Milos hat eine faszinierende, mondähnliche Vulkanlandschaft am Sarakiniko-Strand, farbenfrohe Fischerdörfer wie Klima mit ihren direkt am Wasser gebauten Bootshäusern und über 70 abwechslungsreiche Badebuchten.

Karte
Karte von Milos
  • 1 Adamantas (Αδάμαντας Μήλου) . Der Hafenort ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für Fähren und Touristen. Hier gibt es viele Hotels, Tavernen, Bars, Autovermietungen und Geschäfte. Entlang der Hafenpromenade kann man gut spazieren gehen. Adamas ist der Startpunkt für die meisten Bootsausflüge rund um die Insel. Deshalb ist Adamas eine gute Ausgangsbasis für den Urlaub, denn der Ort liegt sehr günstig.
  • 2 Plaka (Πλάκα Μήλου) . Plaka ist der malerische Hauptort der Insel. Das Dorf liegt auf einem Hügel oberhalb der Bucht und ist bekannt für seine weiß getünchten Häuser, engen Gassen und spektakulären Sonnenuntergänge. Autos dürfen nicht in den historischen Ortskern fahren – man parkt außerhalb und erkundet Plaka zu Fuß. Viele traditionelle Tavernen, Cafés und Cocktailbars befinden sich in den verwinkelten Gassen. Der Weg hinauf zur Burg von Plaka bietet einen der schönsten Aussichtspunkte der Insel – besonders zum Sonnenuntergang.
  • 3 Trypiti (Τρυπητή Μήλου) . ist eine traditionelle Siedlung mit weißen Häusern und Windmühlen, ideal für einen ruhigen Nachmittagsspaziergang. In der Nähe befindet sich eine Reihe von Katakomben, die zu den größten in Griechenland gehören und in frühchristlicher Zeit aus dem Vulkangestein gehauen wurden.
  • 4 Klima . Ein kleines Fischerdorf, in dem es keinen Autoverkehr gibt. Die Region ist bekannt für ihre Syrmata. Das sind zweistöckige Fischerhäuschen, die direkt in den Fels gehauen sind. Die Garagentore im Erdgeschoss sind in leuchtenden Farben gestrichen. Die farbenfrohen Syrmata direkt am Wasser sind eines der bekanntesten Fotomotive von Milos. Besonders stimmungsvoll ist Klima zum Sonnenuntergang, wenn sich die Farben der Häuser im ruhigen Wasser spiegeln.
  • 5 Pollonia (Πολλώνια Μήλου) . Ein Küstendorf im Nordosten der Insel. Ruhig und stilvoll. Beliebt bei Paaren und Familien. Pollonia liegt an einer schönen Sandbucht mit flachem, ruhigem Wasser, das von Tamarisken gesäumt ist. Das Dorf ist für seine Gastronomie bekannt. Am Hafen gibt es gute Fischtavernen und moderne Restaurants mit Meerblick. Vom Hafen aus fahren auch Boote zur Nachbarinsel Kimolos.
  • 6 Mandrakia . Der Fischerort hat einen kleinen Hafen, der von bunten Bootshäusern umgeben ist. Dort gibt es eine sehr bekannte Taverne, die frischen Oktopus serviert.
  • 7 Firopotamos . Der kleine Fischerort verbindet die traditionellen Fischerhütten mit einer schönen Badebucht mit tiefblauem Wasser und einer hübschen, weiß-blauen Kirche am Kap.

Weitere Ziele

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Katacomben
Antikes Theater
  • 1 Katakomben (Κατακόμβες της Μήλου) . In der Nähe der Ortschaft Tripiti, aber in den Hängen gelegen, befinden sich zwei historisch bedeutende Stätten direkt nebeneinander. Die Katakomben stellen ein weit verzweigtes, unterirdisches Netzwerk aus Grabhöhlen dar, die zwischen dem 1. und 5. Jahrhundert errichtet wurden. Sie zählen zu den bedeutendsten christlichen Stätten dieser Art weltweit und stehen in einer Reihe mit den Katakomben von Rom und Jerusalem.
  • 2 Antikes römisches Theater (Αρχαίο θέατρο Μήλου) . In unmittelbarer Nähe zu den Katakomben befindet sich ein gut erhaltenes Amphitheater aus weißem Marmor, das terrassenförmig in den Hang gebaut ist und einen spektakulären Panoramablick über die gesamte Bucht von Milos bietet. Eine interessante Anekdote: Im Jahr 1820 entdeckte ein Landwirt in der Nähe dieser beiden Stätten die weltberühmte Statue "Venus von Milos", die heute im Louvre in Paris ausgestellt wird.
  • 3 Thiorichia . An dieser Stelle befinden sich die Überreste einer in den 1960er Jahren hastig aufgegebenen Schwefelmine. Am Standort befinden sich Schienen, Loren, Werkzeuge und alte Fabrikgebäude, die direkt an einem Strand gelegen sind und von Rost befallen sind. Die Felsen schimmern durch den Schwefel in intensiven Gelb- und Rottönen, was im Kontrast zum Meer eine geisterhafte, aber wunderschöne Kulisse bildet.
  • 4 Phylakopi (Φυλακωπή) . Phylakopi ist eine der wichtigsten und am längsten besiedelten Stätten der bronzezeitlichen Kykladenkultur (ca. 3000 bis 1100 v. Chr.). Der einstige Aufstieg des Ortes ist auf das Monopol auf den Handel mit Obsidian zurückzuführen, dem scharfen vulkanischen Glas der Insel. Die Ausgrabungsstätte befindet sich in Küstennähe, wo Teile der antiken Stadt bereits ins Meer gestürzt sind. Bei den Funden handelt es sich um die Fundamente von massiven zyklopischen Stadtmauern, die Überreste eines von der minoischen Kultur beeinflussten Palastes (Megaron) sowie ein antikes Heiligtum.

Hintergrund

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Mandrakia
Adamas
Plaka
Landschaft bei Plaka

Geschichte

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Bereits in der Jungsteinzeit stieg die Insel zu einem bedeutenden Handelszentrum der Ägäis auf. Der Grund dafür war das Vorkommen von Obsidian, einem pechschwarzen, vulkanischen Glas, das für die Herstellung von scharfen Werkzeugen und Waffen in der gesamten Region begehrt war. Aufgrund dieses frühen Reichtums entwickelte sich ab etwa 3000 v. Chr. im Bereich der Ausgrabungsstätte Phylakopi auf Milos eine der wichtigsten Siedlungen der bronzezeitlichen Kykladenkultur. Später geriet sie unter den kulturellen Einfluss der Minoer von Kreta und danach der Mykener.

Mit dem Beginn der Antike veränderten sich die Machtverhältnisse auf der Insel. Dorische Siedler aus Sparta übernahmen die Kontrolle und läuteten eine neue Blütezeit ein. Milos hat sich über Jahrhunderte hinweg als unabhängiges Land behauptet. Dies führte jedoch im 5. Jahrhundert v. Chr. während des Peloponnesischen Krieges zu einer schwierigen Lage für die Insel. Da die Melier sich weigerten, dem Attischen Seebund beizutreten und stattdessen im Konflikt zwischen Athen und Sparta neutral bleiben wollten, belagerten die Athener die Insel. Nach der Kapitulation der Inselbewohner im Jahr 416 v. Chr. reagierte Athen mit einer rigorosen Maßnahme: Die männliche Bevölkerung wurde hingerichtet und Frauen und Kinder versklavt. Dieses historische Ereignis wurde von dem Philosophen Thukydides im "Melierdialog" als Beispiel für die rücksichtslosen Mechanismen der Politik verewigt.

Nach dem Niedergang Athens und den folgenden Epochen unter makedonischer und römischer Herrschaft erlebte Milos eine friedlichere Phase, in der das heute noch sichtbare römische Theater entstand. In dieser Zeit breitete sich auch das Christentum früh auf der Insel aus, wovon die beeindruckenden unterirdischen Katakomben zeugen. Sie dienten den Gläubigen als Zuflucht und Begräbnisstätte. Aus der späten hellenistisch-römischen Epoche stammt auch das berühmteste Erbe der Insel: Im Jahr 1820 wurde in den Ruinen der antiken Stadt von einem lokalen Bauern die "Venus von Milos" entdeckt, eine Meisterkulptur der Göttin Aphrodite.

Lange Zeit war Milos nicht auf Urlauber angewiesen, da der Bergbau den Bewohnern ein stabiles Einkommen sicherte. Während Nachbarinseln schon in den 1970ern den Massentourismus einläuteten, blieb Milos ein unberührter Geheimtipp für Individualreisende. Der Wendepunkt kam mit den sozialen Medien: Die surrealen Bilder von Sarakiniko und Klima gingen weltweit viral und machten die Insel ab den 2010er Jahren zur internationalen Trenddestination. Heute setzt Milos bewusst auf nachhaltigen Luxus und Boutique-Tourismus, um seine Natur und Ursprünglichkeit vor den Fehlern des Massentourismus zu schützen.

Landesnatur

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Milos verdankt ihr einzigartiges Gesicht ihrem vulkanischen Ursprung. Die Insel umschließt hufeisenförmig eine ausgedehnte Meeresbucht, die in Wirklichkeit der eingebrochene Krater eines prähistorischen Vulkans ist. Diese Urgewalt prägt bis heute die Landschaft: Während im Norden schneeweiße Bimssteinfelsen wie eine surreale Mondlandschaft ins Meer ragen, leuchten die Klippen an anderen Küstenabschnitten durch reiche Mineralvorkommen in intensiven Gelb-, Rot- und Rosatönen. Sogar heiße Quellen im Meer und zischende Dampfaustritte zeugen von der aktiven Kraft im Erdinneren.

Trotz der oft kargen Felslandschaft zeichnet sich Milos durch eine faszinierende Natur aus, die von duftender Macchia wie Thymian und Salbei überzogen ist. Der unberührte Westen der Insel, der nur wenige Bewohner zählt, ist ein geschützter Rückzugsort für seltene, endemische Arten wie die Milos-Viper, die bedroht ist.

Unter den griechischen Inseln ist Milos eine der vom internationalen Tourismus am meisten geschätzten. Dies zeigt sich auch durch die Vielfalt der Unterkünfte und die Häufigkeit von Fähren und Tragflächenbooten, die zwischen Adamas, seinem Seehafen und dem Hafen von Piräus verkehren. Die Insel hat einen Flughafen. Milos ist die westlichste der südlichen Kykladen: Im Nordosten liegt Sifnos, ebenfalls sehr beliebt und mit häufigen Seeverbindungen nach Milos, da es auf derselben Route liegt, die von Schiffen aus Piräus befahren wird, sodass es sehr einfach ist, beide zu besuchen. Im Südosten liegen Folegandros, Sikinos und Ios, mit denen Milos ebenso häufige Seeverbindungen hat

Amtssprache ist Neugriechisch, mit Englisch kann man sich jedoch gut verständigen.

Mit dem Schiff

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Die wichtigste Verbindung ist von Hafen Piräus nach Milos. Die Strecke wird ganzjährig von mehreren Reedereien bedient. Die Überfahrt dauert je nach Schiff etwa 2,5 bis 7 Stunden. Es gibt sowohl Schnellfähren (z.B. Seajets) als auch konventionelle Fähren (z.B. Blue Star Ferries, Minoan Lines). Auch Verbindungen über Folegandros nach Santorini bestehen.

Mit dem Flugzeug

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Der kleine 1 Milos Island National Airport (IATA: MLO) wird von Olympic Airways angeflogen. Vom internationalen Flugverkehr wird Flughafen nicht bedient.

Mobilität

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  • Mietfahrzeug: In Adamas und Plaka Vermietung von Kleinwägen und Zweirädern, aufgrund der geringen Entfernungen reicht ein Roller zur Erkundung der Insel meist aus.
  • Stadtbusse bedienen einige Gebiete von Milos, und in den Sommermonaten verkehren die Busse recht häufig. Die Fahrkarte erhält man im Bus, und der Preis hängt vom Zielort ab.

Aktivitäten

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Strände

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Sarakiniko Beach
Kleftiko
Firiplaka Beach
Papafranga Beach

Dank ihrer vulkanischen Vergangenheit hat Milos über 70 Strände, die landschaftlich extrem abwechslungsreich sind. Die absoluten Top-Favoriten, die man sich nicht entgehen lassen sollte, sind:

Südküste:

  • 1 Kleftiko (Κλέφτικο) . Es handelt sich nicht um einen klassischen Strand, sondern um eine Ansammlung monumentaler weißer Felsnadeln, Bögen und Höhlen im Meer. Am besten erreichen Sie Kleftiko per ganztägiger Bootstour ab Adamas. Das Schnorcheln durch die Felstunnel im klaren, türkisfarbenen Wasser ist ein besonderes Erlebnis.
  • 2 Provatas . Langer Sandstrand umgeben von hohen Klippen. Teilweise bewirtschaftet mit teuren Sonnenliegen und Schirmen.
  • 3 Firiplaka (Φυριπλάκα) . Der weitläufige und ansprechende Sandstrand wird von imposanten, rötlich-gelben Vulkanwänden eingerahmt. Das Wasser weist an dieser Stelle eine geringe Tiefe auf, und es sind markante Felsen zu sehen, die aus dem Wasser ragen. Die Lage eignet sich ideal für einen entspannten Strandtag, im Sommer wird ein kleiner Strandbar und ein Liegenverleih angeboten.
  • 4 Tsigrado . Die Sandbucht zeichnet sich durch ihre geringe Größe und die steilen Klippen aus, die sie umschließen. Das Wasser ist von smaragdgrüner Farbe. Das Abenteuer besteht darin, sich an einem Seil eine steile Holzleiter hinabzulassen. Personen, die unter Höhenangst leiden, wird von der Begehung des Strandes aus Vorsichtsmaßnahmen abgeraten. Ansonsten nur mit Boot erreichbar.
  • 5 Gerakas . nur per Boot erreichbarer beindruckender Strand.
  • 6 Paleochori . Dies ist der Strand mit der vielfältigsten Farbgebung. Die Klippen zeigen eine gelb-rote Färbung, und im Sand sowie im seichten Wasser sprudeln heißen Quellen. In diesem Bereich herrscht ein reges touristisches Treiben, das unter anderem durch Strandklubs, Liegen und Tavernen geprägt ist. Hier gibt es unterirdische, geothermische Aktivität direkt unter dem Strand. An einigen Abschnitten sprudeln heiße Quellen im flachen Meerwasser (Vorsicht, stellenweise kocht es regelrecht!). Der Sand ist so heiß, dass ein dortiges Restaurant, das Sirocco, Fleisch und Fisch in Tontöpfen vergräbt und allein durch die Erdwärme gart.


Nordküste:

  • Firopotamos. Dieser Strand verbindet ein ausgezeichnetes Badeerlebnis mit dem Charme eines Fischerdorfs. Die Bucht zeichnet sich durch feinen Sand, schattenspendende Bäume und eine Reihe traditioneller Syrmata (Bootshäuser) aus, die durch ihre bunten Türen bestechen. Im Hintergrund erhebt sich eine idyllische Kirche auf den Felsen.
  • 7 Papafragas Caves Strand . Die Papafragas Caves sind eine spektakuläre, tief in die Klippen eingeschnittene Vulkanschlucht mit einem winzigen Sandstrand und natürlichen Höhlentunneln. Diese können am besten von den Aussichtspunkten aus oder bei einer Bootstour vom Meer aus besichtigt werden. Von dem Aussichtspunkt an der Straße führt ein abenteuerlicher Weg zu früher bewohnten Höhlen.
  • 8 Kapros . Ein „Fjord“ mit einem kleinen Sandstrand. Für gewöhnlich ist es dort sehr wellig. Neben dem Strand befindet sich ein natürlicher Bogen über dem Meer, auf dem man sich fotografieren lassen kann.
  • 9 Alogomandra . Ein langer Sandstrand mit einer kleinen schönen Bucht direkt am östlicher Rand.
  • 10 Sarakiniko (Σαρακήνικο Μήλου) . Dies ist der Ort der Insel, der am häufigsten fotografiert wird. Die glatten, schneeweißen Bimssteinfelsen kontrastieren dabei extrem mit dem tiefblauen Meer. Es gibt einen sehr kleinen Sandeinstieg, aber die meisten Besucher liegen direkt auf den warmen Felsen oder springen von den Klippen ins glasklare Wasser.

Auf den Kykladen weht im Sommer, insbesondere in den Monaten Juli und August, der starke, trockene Nordwind Meltemi. Er sorgt zwar für eine angenehme Abkühlung, führt jedoch auch zu unruhiger See und windigen Tagen. An den Stränden der Nordküste wird man dann „gesandstrahlt”. Es empfiehlt sich daher, morgens die Windvorhersage zu prüfen. Bei starkem Wind aus nördlicher Richtung bietet sich eine Fahrt zu den geschützten Stränden der Südküste (Fyriplaka, Paleochori) an. Bei Windstille oder Südwind sind die Nordstrände (Sarakiniko, Firopotamos) besonders reizvoll.

Auf Milos gestaltet sich die Suche nach einsamen Buchten und Stränden für FKK als schwierig, da im Sommerhalbjahr eine hohe Zahl an Touristen auf der Insel anzutreffen ist.

Thermalquellen

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  • 1 Alykes . Es gibt mehrere blubbernde Quellen auf einer Fläche von ca. 20x20 m in Meer. Wer darauf steht, muss aufpassen, sich nicht die Füße zu verbrennen.
  • 2 Lakkos-Höhle . Das einzige offizielle, historische Heilbad der Insel befindet sich direkt im Hafenort Adamas in einer etwa 15 Meter tiefen Höhle (auch bekannt als Hippokrates-Höhle). Schon in der Antike von Hippokrates für Hautleiden gerühmt, ist das stark salz- und schwefelhaltige Wasser zwischen 35 und 41 °C heiß. Es wurde wegen Renovierung geschlossen.
  • 3 Provatas . Im flachen Wasser gibt es Fumarolen. Das sind Dampfaustritte, aus denen warmes, mineralreiches Wasser an die Oberfläche kommt.
  • Paleochori

Wassersport

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Bootstouren
  • Kajaktouren z.B.zu den Stränden der Südküste und Höhlen (~60€). Nordküste ist für Kajak meistens zu wellig. In der Bucht von Milos ist Kajak auch möglich, wenn es nicht zu windig ist. Anbieter in Adamas, Pollonia und am Firiplaka Strand an der Südküste.
  • Bootstouren: Ein Muss auf Milos! Es werden gerne Tagestouren gebucht, oft auf einem Segelboot mit Schnorchelstopp, sowie Halbtagestouren mit Speedbooten angeboten. Kurze Kleftiko-Bootstour (4–6 Std.) ~20–110 € pro Person. Halbtägige Segel- oder Katamaran-Tour ~100–130 € pro Person. Ganztägige Segeltour rund um Milos ~110–150 € pro Person. Ganztägige Katamaran-Tour inkl. Essen & Schnorcheln ~150–200 € pro Person. Private Speedboot-Tour ab 700–950 € pro Boot. Anbieter gibt es in großer Zahl in Adamas und Pollonia.
  • Kite-Surfen: Wind ist in den Kykladen selten zu wenig. Ideal sind die Strände von 11 Achivadolimni sowie 12 Papikinos , da sie zwar an der windigen Nordküste, aber geschützt in der großen Bucht liegen.
  • Tauchen: Die vielen Unterwasserhöhlen, die Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg, das klare Wasser und die heißen Unterwasserquellen mit ihren eigenen Mikroökosystemen machen das Tauchen in Milos zu einem außergewöhnlichen Erlebnis. Tauchschulen gibt es eine in Pollonia und 2 in Adamas.
  • Fischen: Milos ist aufgrund seiner vulkanischen Geologie ein sehr fischreicher „Angelplatz“. Seine Riffe, Höhlen und felsigen Küsten bieten einer Vielzahl von Fischen einen natürlichen Lebensraum. Die Fischarten variieren je nach Jahreszeit und Region. Die übrige Meeresfauna von Milos ist äußerst reichhaltig und umfasst viele Fischarten (Rotbarbe, Rotschnapper, Seebrasse, Melanurie, Käfer, Elstern) sowie Kraken, Tintenfische und Hummer. Anbieter gibt es in großer Zahl in Adamas und Pollonia.

Übernachten

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Milos ist keine Billigdestination, insbesondere nicht, wenn man auf eigene Faust reist. Unter 100 € pro Nacht wird man kaum fündig. Es ist empfehlenswert, eine Pauschalreise zu buchen, wenn man günstiger reisen möchte. Wer in den kleinen, bunten, ehemaligen Bootshäusern übernachten möchte, muss zeitig buchen, da diese trotz der sehr hohen Preise schnell ausgebucht sind.

  • 1 Aqua House . Die kleinen Appartements, die hochpreisig sind, liegen direkt an einer kleinen, romantischen Bucht.
  • 2 Terra Mare Suites . Das Apartment liegt direkt am Meer in einer kleinen Bucht mit Fischerhäusern. Es ist stilvoll eingerichtet und bietet jeden Komfort für einen angenehmen und stilvollen Aufenthalt in unmittelbarer Nähe zu Stränden.
  • 3 Vilos Suites . Das Vilos Suites ist ein charmantes, kleines Hotel. Es liegt in einer sehr ruhigen Straße und ist nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum von Pollonia sowie von Restaurants, Cafés, Stränden und Einkaufsmöglichkeiten entfernt. Preis: >350€.
  • 4 Liogerma . Das schöne Hotel liegt am Ortsrand von Adamas. Zum Hafen und ins Zentrum sind es nur fünf Gehminuten. Der kleine Strand Lagada Beach ist in zwei Minuten zu erreichen. Preis: >100€.
  • 5 Sarakiniko Rooms . Die Zimmer sind sehr sauber und die Lage ist zentral. Der Sarakiniko-Strand ist direkt die Straße runter, eine Bäckerei und das Städtchen sind in der Nähe. Es gibt einen Parkplatz direkt an der Unterkunft. Preis: >90€.
  • 6 Panorama Hotel . Die Lage mit Meerblick ist wunderbar. Es ist sehr ruhig. Das Hotelpersonal ist gastfreundlich und hilfsbereit. Das Preis-Leistungsverhältnis ist gut. Preis: >130.
  • 7 Santa Maria Village . 4-Sterne Resort. Die Zimmer sind großzügig geschnitten und der Pool (insbesondere die Aussicht) ist hervorragend. Das Frühstück ist von besonders hoher Qualität. Des Weiteren steht eine Sauna- und Spa-Bereich zur Verfügung. Preis: >150€.
  • 8 Artemis Seaside Resort . Die Anlage zeichnet sich durch ihre hochwertige Ausstattung aus, darunter bequeme Liegen und Sonnenschirme, und bietet eine schöne Aussicht auf das Meer. Der Pool ist klein, aber ansprechend gestaltet. Das Frühstück zeichnete sich durch eine gute Auswahl und einen ansprechenden Raum mit Blick aufs Meer aus. Preis: >400€.

Spezialitäten

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Ladenia
Karpouzopita (Wassermelonenkuchen)
  • Pitarakia: Kleine halbmondförmige Teigtaschen mit frischem lokalen Käse (oft Mizithra) und Minze. Sie gehören zu den bekanntesten Spezialitäten von Milos.
  • Ladenia: Die „Pizza von Milos“: Ein einfacher Hefeteig, belegt mit Tomaten, Zwiebeln und reichlich Olivenöl. Ein traditionelles Fastengericht der Insel.
  • Karpouzopita: Eine ungewöhnliche Wassermelonenpitta, der besonders im Sommer beliebt ist. Die Süße der Wassermelone wird mit Mehl, Honig und Gewürzen kombiniert.
  • Hervorzuheben sind die auf der Insel erzeugten Weißweine, durch Asche und Lavagestein im Boden werden hervorragende Weine erzeugt.

Restaurants

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Die bestbewerteten Restaurants sind nicht immer die beste Wahl, da hohe Bewertungen den Geschmack einer großen Zahl von Gästen widerspiegeln, aber nicht unbedingt die eigenen Vorlieben treffen. Besonders in touristischen Regionen wie Milos erhalten Restaurants an beliebten Orten oft viele positive Bewertungen, obwohl sie stärker auf Touristen als auf lokale Traditionen ausgerichtet sind und immer voll sind. Kleine, familiengeführte Tavernen mit authentischer Küche haben dagegen häufig weniger Bewertungen und sind online weniger sichtbar. Wer die regionale Küche wirklich kennenlernen möchte, findet die interessantesten kulinarischen Erfahrungen daher oft nicht in den höchstbewerteten Lokalen, sondern in von Einheimischen besuchten Restaurants, die traditionelle Spezialitäten anbieten.

  • 1 Kivotos ton Gefseon . Eine Self-Service-Bäckerei mit einer großen Auswahl an Spezialitäten.
  • 2 Yialos . Die Zubereitung von rohem Fisch ist das Spezialgebiet des Restaurants.
  • 3 Sirocco . Spezialität sind Gerichte zubereitet im heißen Vulkansand mit Blick auf den Strand.
  • 4 Medusa . Es ist das bekannteste Restaurant der Insel, in dem schon viele internationale Stars gespeist haben. Es werden keine Reservierungen entgegengenommen, nur Namen auf die Warteliste gesetzt. Die Wartezeit beträgt bis zu zwei Stunden. Die Wartezeit kann man sich mit der Ortsbesichtigung vertreiben.

Nachtleben

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Das Nachtleben auf Milos ist entspannt und deutlich ruhiger als auf Inseln wie Mykonos oder Ios. Der Mittelpunkt des abendlichen Geschehens ist die Inselhauptstadt Plaka, in deren engen Gassen sich kleine Bars, Cafés und Tavernen verteilen. Besonders beliebt sind Lokale mit Terrassen und Blick auf den Sonnenuntergang. Auch im Hafenort Adamas gibt es einige Cocktailbars und Musiklokale, die bis spät geöffnet haben. Die Atmosphäre ist dort meist gemütlich und gesellig statt laut und partyorientiert.

Sicherheit

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Milos gilt als sehr sicheres Reiseziel. Die Kriminalitätsrate ist wie in ganz Griechenland niedrig. Wie überall sollten Wertsachen jedoch nicht unbeaufsichtigt am Strand oder im Mietwagen zurückgelassen werden. Auf den oft felsigen Küstenabschnitten ist besondere Vorsicht geboten. An einigen Stränden und Aussichtspunkten können rutschige Felsen, steile Abhänge oder starke Wellen auftreten. Beim Wandern in abgelegenen Gebieten empfiehlt sich festes Schuhwerk. Der Straßenverkehr ist insgesamt ruhig. Dennoch sollten Fahrer von Rollern, Quads und Mietwagen auf enge Straßen, rutschige Kurven, Sand auf der Fahrbahn und gelegentlich starken Wind achten.

Milos hat ein mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern. Von Juni bis September liegen die Temperaturen meist zwischen 25 und 30 °C und werden oft von kühlenden Winden begleitet. Der Frühling und der Herbst sind mit 16 bis 24 °C angenehm warm. Im Winter bleibt es mit etwa 13 bis 15 °C mild. Die meisten Niederschläge fallen zwischen November und Februar. Für einen Badeurlaub eignen sich besonders die Monate Juni bis Oktober.

Die beste Reisezeit sind die Monate Mai, Juni und September. In den Monaten Juli und August herrscht Hochsaison, entsprechend ist die Insel überfüllt und teuer.

Praktische Hinweise

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  • Wenn man Inselhopping macht, sollte man wenigstens drei Tage auf der Insel einplanen. Zwei Tage sollte man für die Erkundung der Orte und der Landschaft einplanen und unbedingt eine Tagesbootstour unternehmen.
  • Für fast alle griechischen Inseln gilt generell, dass es günstiger ist, den Urlaub pauschal zu buchen als Transport und Unterkunft eigenständig zu buchen.

Ausflüge

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Von Milos aus lassen sich mehrere nahe Kykladeninseln gut als Tages- oder Kurztrips erreichen, vor allem per Fähre oder organisierter Bootstour. Insgesamt ist das Inselhüpfen ab Milos gut machbar, allerdings ist man dabei stärker von Wetter und Fährplänen abhängig als bei den zentraleren Kykladenrouten.

  • Kimolos - Die Überfahrt dauert nur etwa 20 bis 30 Minuten. Die Insel ist sehr klein, ruhig und wirkt deutlich ursprünglicher als Milos. Sie hat wenige Dörfer, einsame Strände und eine entspannte Atmosphäre.
  • Sifnos - Auch Verbindungen nach Sifnos sind beliebt. Die Insel liegt etwa eine bis zwei Stunden entfernt (je nach Fähre). Die Insel bietet mehr Infrastruktur, schöne Strände und ist bekannt für ihre gute Gastronomie sowie die charmanten Orte Apollonia und Kastro.
  • Folegandros - Die Insel ist steiler, spektakulärer und deutlich ruhiger. Ihr Hauptort liegt auf einer Klippe und ist sehr fotogen. Die Überfahrt dauert in der Regel 2 bis 3 Stunden.
  • Santorini - Seltener, aber möglich sind auch längere Tagesausflüge nach Santorini. Das ist allerdings nur sinnvoll, wenn man dort auch übernachtet, da die Fahrzeit mehrere Stunden beträgt.

Literatur

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  • Michael Müller Reiseführer – Kykladen (Eberhard Fohrer)
  • Milos & Kimolos – The island of Aphrodite von Real Greek Experiences , Vanessa Foudouli , et al.
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