Der Stephenschlüpfer oder Stephenstummelschwanz (Traversia lyalli) war eine Vogelart aus der Familie der Stummelschwänze (Acanthisittidae). Er kam in geschichtlicher Zeit nur mehr auf dem zwischen der neuseeländischen Nord- und Südinsel gelegenen Stephens Island (Neuseeland) vor und starb Ende des 19. Jahrhunderts aus.

Stephenschlüpfer

Stephenschlüpfer (Traversia lyalli)
Illustration John Gerrard Keulemans, aus A History of the Birds of New Zealand, 1905

Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Acanthisitti
Familie: Stummelschwänze (Acanthisittidae)
Gattung: Traversia
Art: Stephenschlüpfer
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Traversia
Rothschild, 1894
Wissenschaftlicher Name der Art
Traversia lyalli
Rothschild, 1894

Beschreibung und Lebensweise

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Wie alle Maorischlüpfer ähnelte der Stephenschlüpfer den Zaunkönigen, ohne näher mit ihnen verwandt zu sein. Er war ein kleiner, gedrungener Vogel, sein Federkleid war olivgrün gefärbt und mit braunen Einsprenkelungen versehen. Er konnte nicht fliegen und hielt sich deshalb vorwiegend am Boden auf.[1] Er dürfte dämmerungsaktiv gewesen sein und sich von Insekten ernährt haben.

Die Ausrottung

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Ursprünglich war die Art in weiten Teilen Neuseelands verbreitet, durch die Einschleppung der Pazifischen Ratte ist sie aber noch vor Ankunft der Europäer von den größeren Inseln dieses Landes verschwunden und hielt sich nur mehr auf Stephens Island. Die Ausrottung des Vogels wird oft als Folge der Jagd eines einzigen Tieres angesehen: Tibbles, die Katze des Leuchtturmwärters David Lyall des Stephens Island Lighthouse soll demnach den letzten Stephenschlüpfer getötet haben. Da Lyall ornithologisch interessiert war, fiel ihm auf, dass die Beute, die seine Katze ihm voller Stolz brachte, eine eigene Vogelart war. Wahrscheinlich waren wohl mehrere verwilderte Katzen auf der Insel dafür verantwortlich, dass diese Art im Winter 1895 ausgerottet wurde.[2][1] Die überwiegende Teil des heutigen Museumsbestandes (16–18 Exemplare) geht auf die von Lyall präparierten Exemplare zurück.[1][3]

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Commons: Xenicus lyalli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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