Sabine Hartmann-Müller
Sabine Hartmann-Müller (* 4. September 1962 in Memmingen) ist eine deutsche Politikerin der CDU. Sie war von 2017 bis 2026 Mitglied im Landtag von Baden-Württemberg.
Leben
BearbeitenSabine Hartmann-Müller schloss 1987 an der Fachhochschule Reutlingen ihr Studium der Außenwirtschaft als Diplom-Betriebswirtin (FH) ab. Anschließend hatte sie verschiedene Stellen im Personal-, Finanz- und Rechnungswesen/Organisation in Ludwigsburg, Rheinfelden, Lörrach und Kaiseraugst (Schweiz) inne.
Sabine Hartmann-Müller ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Sie ist römisch-katholisch.
Politische Laufbahn
BearbeitenSeit 1993 ist Sabine Hartmann-Müller Mitglied der CDU, seit 1995 Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes von Herten (Rheinfelden).[1] Seit 1997 ist sie Mitglied des Vorstands der Frauen Union Rheinfelden, darunter mehrere Jahre als Vorsitzende. Seit 1997 ist sie stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbands Rheinfelden, seit 1999 Mitglied des Gemeinderats von Rheinfelden (Baden) für die CDU. Von 2012 bis 2019 war sie Ortsvorsteherin in Herten (Rheinfelden). Von 1999 bis 2024 war sie Mitglied des Ortschaftsrats Herten. Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2006 kandidierte sie erstmals als Zweitkandidatin der CDU im Landtagswahlkreis Waldshut.
Bei der Landtagswahl 2016 kandidierte sie als Zweitkandidatin von Felix Schreiner im Wahlkreis Waldshut. Nach dessen Ausscheiden rückte sie am 25. Oktober 2017 für ihn in den Landtag nach. Bei der Landtagswahl 2021 zog sie über ein Zweitmandat erneut in den Landtag ein, nachdem sie das Direktmandat ihres Wahlkreises an Niklas Nüssle (Grüne) verloren hatte.[2]
In ihrer Zeit als Abgeordnete war Hartmann-Müller Mitglied des Landtagspräsidiums, des Sozialausschusses, des Verkehrsausschusses und des Ausschusses für Europa und Internationales. Außerdem war sie Vorsitzende des Arbeitskreises Europa und Internationales der CDU-Landtagsfraktion. Von 2018 bis 2021 war sie pflegepolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion. Von 2021 bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Parlament 2026 war sie europapolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion.[3]
In ihrer Mandatszeit als Abgeordnete war Sabine Hartmann-Müller Mitglied im grenzüberschreitenden Gremium des Oberrheinrats, zuletzt einige Jahre im Vorstand. Im Stiftungsrat der SEZ – der Landeseigenen Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit – wirkte sie im Aufsichtsrat. Dort kümmerte sie sich schwerpunktmäßig um die Landespartnerschaft mit Burundi.
Bei der Landtagswahl 2026 trat Hartmann-Müller nicht mehr an, da sie in der parteiinternen Nominierung Simon Herzog unterlegen war.[4][5]
Im Jahr 2026 wurde sie erstmals in den Landesvorstand der CDU Baden-Württemberg gewählt. Außerdem ist sie im Bezirks- und Landesvorstand der Frauen Union sowie im Bezirksvorstand der CDU Südbaden.
Hartmann-Müller ist Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt.[6]
Einzelnachweise
Bearbeiten- ↑ Verena Pichler: Sabine Hartmann-Müller: „Es ist eine besondere Ehre“. In: Südkurier. 25. September 2017, abgerufen am 7. April 2018.
- ↑ Kreis Waldshut: Sabine Hartmann-Müller (CDU) schafft es: Wahlkreis Waldshut ist im Landtag mit zweiter Abgeordneter vertreten. In: Südkurier. 15. März 2021, abgerufen am 12. Dezember 2023.
- ↑ Landtag Baden Württemberg - Hartmann-Müller. Abgerufen am 12. Dezember 2023.
- ↑ BZ-Interview: „Man muss Menschen lieben“ – die Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller steht vor ihrem Abschied, Badische Zeitung, 26. März 2026, abgerufen am 22. April 2026
- ↑ Ursula Freudig: Kreis Waldshut: CDU Waldshut stimmt gegen amtierende Abgeordnete. In: suedkurier.de. 23. März 2025, abgerufen am 24. März 2025
- ↑ EUROPA-UNION Baden-Württemberg. Abgerufen am 2. September 2025.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hartmann-Müller, Sabine |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikerin (CDU), Mitglied im Landtag von Baden-Württemberg |
| GEBURTSDATUM | 4. September 1962 |
| GEBURTSORT | Memmingen |