Josef Löffelholz
Josef Löffelholz (geboren 1902 in Sterkrade; gestorben 1999 in Wiesbaden) war ein deutscher Ökonom und wissenschaftlicher Fachbuchautor.


Leben
BearbeitenJosef Löffelholz war ein Sohn von Josef und Anna Löffelholz. Er besuchte das Gymnasium Petrinum in Dorsten und studierte Wirtschaftswissenschaften. Er wurde 1932 mit der Dissertation Geschichte der Betriebswissenschaft und Betriebswirtschaftlehre promoviert. Er heiratete 1935 Loni Roloff, der Sohn Thomas Löffelholz wurde in der Bundesrepublik Wirtschaftsjournalist, der Sohn Konrad Löffelholz Pharmakologe. Während des Zweiten Weltkrieges war Löffelholz von 1941 bis 1944 als Kriegsverwaltungsrat der Wehrmacht in den besetzten Gebieten im Baltikum und in Russland eingesetzt. Dort war er mit der „Gründung von Banken“ betraut, dabei handelte es sich mutmaßlich auch bzw. vornehmlich um konfisziertes jüdisches Vermögen, das lokal zu registrieren und abzuführen war.[1]
Ab 1949 arbeitete Löffelholz beim Gabler Verlag in Wiesbaden und wurde Redakteur und zeitweise auch Herausgeber der Zeitschrift für Betriebswirtschaft.
Schriften (Auswahl)
Bearbeiten- Geschichte der Betriebswirtschaft und der Betriebswirtschaftslehre: Altertum, Mittelalter, Neuzeit bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Stuttgart: Poeschel, 1935 (1968)
- Die Deutsche Bankwirtschaft. Ein Schulungs- und Nachschlagewerk für das deutsche Geld- und Kreditwesen Bankbetriebslehre Allgemeiner Teil: Aufgaben und Geschäfte der Kreditinstitute III. Band. (1935)
- Die deutsche Bankwirtschaft. Band 5: Mensch und Bankbetrieb. (1935–1938)
- Repetitorium der Betriebswirtschaftslehre. Wiesbaden: Gabler, 1966
- Lohn und Arbeitsentgelt: Begriff und Bestimmung des Lohnes, der gerechte Lohn, Zeitlohn, Akkordlohn oder Stücklohn, Prämienentlohnung, Erfolgsbeteiligung der Arbeitnehmer, betriebliche Sozialleistungen. (1967)
- Die Aktiengesellschaft und der Konzern : betriebswirtschaftliche Einführung in das Aktiengesetz von 1965. (1967)
- Lohn und Arbeitsentgelt: Begriff und Bestimmung des Lohnes, der gerechte Lohn, Zeitlohn, Akkordlohn oder Stücklohn, Prämienentlohnung, Erfolgsbeteiligung der Arbeitnehmer, betriebliche Sozialleistungen. (1967)
- Gerhard Müller, Josef Löffelholz: Bank-Lexikon : Handwörterbuch für das Bank- und Sparkassenwesen. 6., neubearb. u. erw. Aufl. Wiesbaden: Gabler, 1969
- Unternehmensformen und Unternehmenszusammenschlüsse. (1993)
- Kontrollieren und steuern mit Plankostenrechnung: Normalkostenrechnung, Plankostenrechnung, Soll-Ist-Vergleich, Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung, Kostenträgerrechnung, Gemeinkostenplan, Plankalkulation, kurzfristige Erfolgsrechnung. (1997)
- Tagebuch
- Konrad Löffelholz (Hrsg.): Kriegstagebuch meines Vaters Dr. Josef Löffelholz (1902–1999). 3. März 1941 – 2. Juni 1945. Privatdruck. Wiesbaden 2020
Weblinks
Bearbeiten- Literatur von und über Josef Löffelholz im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Stephen Palmer: Löffelholz, Josef, in: Dorsten Lexikon
Einzelnachweise
Bearbeiten- ↑ Löffelholz, Josef: Die Bücher des Petrinum-Schülers wurden zu Standardwerken der Wirtschaft. In: Dorsten-Lexikon. Abgerufen am 6. Februar 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Löffelholz, Josef |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Ökonom und wissenschaftlicher Fachbuchautor |
| GEBURTSDATUM | 1902 |
| GEBURTSORT | Sterkrade |
| STERBEDATUM | 1999 |
| STERBEORT | Wiesbaden |