Dick Parry
Richard ‚Dick‘ Parry (* 22. Dezember 1942 in Kentford, England; † 22. Mai 2026) war ein britischer Saxophonist.

Leben
BearbeitenParry begann Anfang der 1960er Jahre in Cambridge in Bands zu spielen, wo er David Gilmour kennenlernte. Dokumentiert ist ein gemeinsamer Auftritt 1963 im Victoria Cinema.[1]
1970 wirkte er an zwei Alben des Sängers J. J. Jackson mit, 1971 am Debütalbum von Quiver, wo mit Gitarrist Tim Renwick, Schlagzeuger Willie Wilson und Keyboarder Peter Wood weitere spätere Live-Musiker von Pink Floyd spielten. Im selben Jahr war er auch auf Bring It Back Home von Mike Vernon mit Rory Gallagher und Pete Wingfield zu hören. 1972 folgten Alben mit Jimmy Dawkins und Mick Grabham.
Besondere Bekanntheit erlangte Parry als Sessionmusiker von Pink Floyd, wo er von 1972 bis 1977 festes Mitglied der Live-Band war und im Studio Soli für die Stücke Money, Us and Them (The Dark Side of the Moon, 1973) und Shine On You Crazy Diamond (Wish You Were Here, 1975) einspielte. Auf der Bühne spielte er auch Keyboards. 1974 arbeitete er mit Tony Ashton und Jon Lord am Album First of the Big Bands und 1975 mit John Entwistle an Mad Dog.
Für die 1981 veröffentlichte Kompilation A Collection of Great Dance Songs spielte Gilmour aus rechtlichen Gründen eine neue Version von Money ein, auf der neben ihm selbst nur Parry am Saxophon zu hören ist. 1982 wirkte er am Album Jinx von Rory Gallagher mit und arbeitete anschließend als Hufschmied.[1] Für das Album The Division Bell (1994) und die anschließende Tour war er wieder für Pink Floyd tätig und stand auch beim Reunion-Konzert der klassischen Besetzung anlässlich von Live 8 im Juli 2005 auf der Bühne. Zuletzt trat er mehrfach mit David Gilmour auf und war 2006 Teil der Live-Band auf der Tour zum Album On an Island.
Besonders einprägsam ist Parrys Solo zu Shine On You Crazy Diamond, wo er live mit zwei Saxophonen auftrat und während des Solos von Baritonsaxophon zu Tenorsaxophon wechselte.[1]
Im Mai 2026 starb er im Alter von 83 Jahren.
Diskographie (Auswahl)
Bearbeiten- 1970: J.J. Jackson: J. J. Jackson's Dilemma
- 1970: J.J. Jackson: ...and proud of it!
- 1971: Quiver: Quiver
- 1971: Mike Vernon: Bring It Back Home
- 1972: Jimmy Dawkins: The Mighty Hawk
- 1972: Mick Grabham: Mick the Lad
- 1973: Pink Floyd: The Dark Side of the Moon
- 1974: Tony Ashton, Jon Lord: First of the Big Bands
- 1975: Pink Floyd: Wish You Were Here
- 1975: John Entwistle: Mad Dog
- 1982: Rory Gallagher: Jinx
- 1994: Pink Floyd: The Division Bell
- 1995: Pink Floyd: Pulse
- 2002: David Gilmour: David Gilmour in Concert
- 2007: David Gilmour: Remember That Night
- 2008: David Gilmour: Live in Gdańsk
Weblinks
Bearbeiten- Tonträger von Dick Parry im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Dick Parry bei Discogs
- Dick Parry bei AllMusic (englisch)
Einzelnachweise
Bearbeiten- 1 2 3 Chris Willman: Dick Parry, Saxophonist Who Played Classic Solos on Pink Floyd’s ‘Dark Side of the Moon’ and ‘Wish You Were Here’ Albums, Dies at 83. In Variety, 22. Mai 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Parry, Dick |
| ALTERNATIVNAMEN | Parry, Richard (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer Saxophonist |
| GEBURTSDATUM | 22. Dezember 1942 |
| GEBURTSORT | Kentford, England |
| STERBEDATUM | 22. Mai 2026 |