Carl Christian Müller

preußischer Jurist und Geheimer Kabinettsrat

Carl Christian Müller (* 28. Mai 1773 in Berlin; † 20. Februar 1849 ebenda) war ein preußischer Jurist und Geheimer Kabinettsrat.

Biografie

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Müller war ein Sohn von Johannn Christian Müller († um 1795), einem wohlhabenden Inhaber einer Gold- und Silberhandlung, und dessen Ehefrau Catharina Elisabeth, geb. Thalbitzer († 1799). Er besuchte das Joachimsthalsche Gymnasium und absolvierte von 1791 bis 1793 in Halle (Saale) und von 1793 bis 1794 in Göttingen ein Jurastudium. Ab 1794 war er Auskultator am Berliner Stadtgericht, ab 1798 Referendar und ab 1798 Assessor am Kammergericht. Von 1799 bis 1812 war er Kammergerichtsrat, wurde 1814 Hilfsarbeiter am Justizministerium und 1816 zum Geheimen Oberjustizrat befördert. Bis 1835 war er Mitglied der Immediat-Justiz-Examinations-Kommission und von ca. 1832 bis 1843 auch Mitglied des Oberzensurkollegiums. Von 1834 bis 1846 war er Geheimer Kabinettsrat im Zivilkabinett, ab 1835 als Chef der Zweiten Abteilung. Seit 1834 war er Vortragender Rat im königlichen Kabinett und wurde 1835 Mitglied des Staatsrats. 1844 beging er sein 50-jähriges Dienstjubiläum und wurde Wirklicher Geheimer Rat. 1846 bat er nach einem Schlaganfall um seinen Abschied.

Neben seinen Ämtern war er Mitdirektor der Streitschen Stiftungen und Mitglied der Direktion der Erwerbsschulen.

Müller heiratete 1798 Susanna Carolina Gilly († 1805). Seine Schwägerin Dorothea Gilly (1767–1832) war mit Johann Wilhelm Lombard, Geheimer Kabinettsrat und Sekretär der Akademie der Wissenschaften in Berlin, verheiratet. Nach dem Tod der ersten Frau war Justina Forster, die Tochter des Naturwissenschaftlers Reinhold Forster, von 1805 bis 1812 die Erzieherin der beiden Kinder. Sie war die Tante von Müllers zweiter Ehefrau, Wilhelmine Sprengel (um 1787–1874),[1] Tochter des Geographen und Universalgelehrten Matthias Christian Sprengel, die er 1812 heiratete. Müllers Sohn Gustav wurde Oberbergrat in Halle und der Sohn Karl Doktor der Philosophie. Die Tochter Therese (1815–1872) heiratete den Professor Eduard Schmidtlein, die Tochter Luise (1817–1880)[2] den Sanitätsrat Bernhard Erbkam.

Ehrungen

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  • 1828: Roter Adlerorden 3. Klasse
  • 1833: Schleife zum Roten Adlerorden 3. Klasse
  • 1834; Roter Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub
  • 1839: Stern zum Roten Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub
  • 1840: Roter Adlerorden 1. Klasse mit Eichenlaub
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Einzelnachweise

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  1. Berlin, FHL Filmnummer 70411, Referenz-ID p204m15A. In: Ancestry.com. Deutschland, Tote und Beerdigungen, 1582–1958 [Datenbank online]
  2. Standesamt Berlin II, Sterberegister 1880, Urkunde Nr. 434. In: Ancestry.com. Berlin, Deutschland, Sterberegister, 1874–1986 [Datenbank online]