Leo Jutz
| Dialäkt: Züritüütsch |
De Martin Leo Jutz (* 3. Meerze 1889 z Fraschtez; † 6. Dezämber 1962 z Graz) isch en ööschterrychische Gèrmanischt gsy. Mit em Vorarlbèèrgische Wöörterbuech und zwäi Büecher über di alemanische Mundaarte hät er Grundlaagenaarbet für di alemanisch Dialäktology gläischtet.
sis Läbe
ändereDe Jutz hät vo 1910 bis 1914 Gèrmanischtik und Romanischtik a der Uniwèrsitèèt Innschbrugg gstudiert. 1914 hät er de Toktertitel überchoo und 1917 d Leeramtsprüeffig abgläit. Vo 1915 bis 1918 hät er wäret em Eerschte Wältchrieg Dienscht gläischtet. Nu churz, nämli vo 1918 bis 1920, hät er as Leerer gschaffet, und zwaar z Laa a de Thaya im Niderööschterrychische.
Vo 1921 bis 1936 isch er Bibliotekaar a der Innschbrugger Uni gsy. Mit eren Aarbet über Die Mundart von Südvorarlberg und Liechtenstein – usechoo 1925 – hät er sich habilitiert. 1927 hät er vo der Ööschterrychische Wüsseschaftsakademy z Wien der Uuftraag überchoo, de Woortschatz vom Vorarlbèèrg und vom Liechtestäi z sammle. 1931 hät er s Buech Die alemannischen Mundarten publiziert. Und vo 1936 bis 1958 isch er dänn oordentliche Profässer für tüütschi Spraach und elteri Literatuur a der Uniwèrsitèèt Graz gsy.
Mit der Idee vomene Vorarlbèèrgische Wöörterbuech hät si de Jutz scho früe abggèè. Ab 1912 hät er gsichtet, was es daadezue scho git. 1919 hät er, vo Niderööschterrych uus, imenen Uufsatz für e raschi Sammlig vom Woortschatz plèdiert: «Eine Generation nach der anderen stirbt aus und jede nimmt für die Forschung höchst wertvolles Sprachgut mit ins Grab». Vo 1930 bis 1939 hät er dänn sälber Materiaal ygsammlet – und 1955 isch di eerscht Liferig usechoo. Bi de Daarstelig er hät si am Schwööbische Wöörterbuech vom Hermann Fischer oriäntiert. Fèrtig mache hät er s Wöörterbuech aber nüme chöne; er isch 1962 gstoorbe. De zwäit Band isch dänn vom Eugen Gabriel und em Eberhard Kranzmayer us em Naachlass bis 1965 abgschlosse woorde.
Büecher und epaar Uufsätz von em
ändere- Die Mundart von Südvorarlberg und Liechtenstein. Heidelberg 1925.
- Die alemannischen Mundarten. (Abriß der Lautverhältnisse). Halle 1931.
- Vorarlbergisches Wörterbuch. Mit Einschluß des Fürstentums Liechtenstein. 1. Band Wien 1955–1960, 2. Band (us em Naachlass redigiert vom Eugen Gabriel und em Eberhard Kranzmayer) Wien 1965.
- Zur Mundartforschung in Vorarlberg. I: Vierteljahresschrift für Geschichte und Landeskunde Vorarlbergs 3, 1919, S. 16–24.
- Sprachmischung in den Mundarten Vorarlbergs. I: Germanisch-romanische Monatsschrift 14, 1926, S. 256–268.
- Die Grenze k/x < anl. germ. k und die Gliederung des Alemannischen. I: Theutonista 6, 1929, S. 39–49.
Literatuur
ändere- Leo Jutz. I: Johannes Feichtinger, Herbert Matis, Stefan Sienell, Heidemarie Uhl, Silke Fengler (Ugg.): Die Akademie der Wissenschaften in Wien 1938 bis 1945. Katalog zur Ausstellung. ÖAW, Wien 2013, S. 225.
- Eugen Gabriel: Leo Jutz. I: Historischs Läxikon vom Fürschtetum Liechtestäi.
- Eberhard Kranzmayer: Leo Jutz. I: Almanach. Österreichische Akademie der Wissenschaften, Jg. 113 (1963). Wien 1964 (mit eme Wèèrchverzäichnis).